Ghee selber machen: einfaches ayurvedisches Rezept aus Indien

Ghee hat seinen Ursprung in Indien und ist dort seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der ayurvedischen Tradition. Es wird dort unter anderem als Heilmittel innerlich und äußerlich eingesetzt. 

Zur Herstellung von Ghee wird Butter langsam erhitzt, sodass sich Wasser, Milchzucker und Milcheiweiß vom reinen Butterfett trennen, es entsteht die sogenannte geklärte Butter, die bei uns auch als Butterschmalz bekannt ist. Wie du Ghee ganz einfach selbst herstellen kannst, zeige ich dir weiter unten im Beitrag.

Was das Ghee so besonders macht, ist vor allem, dass es bis zu 190 Grad hoch erhitzt werden kann und die Fettsäuren dabei stabil bleiben. Es ist bekannt, dass beim Erhitzen von Ölen sich freie Radikale bilden können, die gesundheitsschädlich wirken, indem sie Zellen schädigen und Entzündungen im Körper fördern. Deshalb wird immer wieder empfohlen, beim Erhitzen auf geeignete Fette zu achten. So kann raffiniertes Rapsöl zwar bis etwa 220 Grad erhitzt werden, kaltgepresstes Rapsöl hingegen nur bis ungefähr 160 Grad.

Wenn du mehr über die traditionelle Verwendung von Ghee im Ayurveda, sowie die wissenschaftliche Perspektiven dazu lesen möchtest, findest du hier eine Quelle, die beide Blickwinkel vergleicht :https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38181707/

Ghee wird von vielen Menschen als praktische Alternative in der Küche genutzt. Zusätzlich ist es:

  • laktosefrei
  • lange haltbar
  • unkühlbar lagerfähig
  • mild im Geschmack
  • gesundheitsfördernd

Das brauchst du:

  • 500 g Butter
  • 1 sauberes Einmachglas
  • 1 feines Sieb oder einen Kaffeefilter
  1. Du brauchst 500 Gramm Butter und ein sauberes Einmachglas. Mit 500 g Butter fülle ich in der Regel ein normales Honigglas.
  2. Gebe die Butter in einen kleinen Topf und schmelze sie bei schwacher Hitze über 30 Minuten. Achte darauf, dass die Butter nicht verbrennt und bräunt.
  3. Während du die Butter sanft köcheln lässt, bildet sich aus den geronnenen Milcheiweißen ein feiner Schaum an der Oberfläche. Diesen schöpfst du nach und nach mit einer Schaumkelle oder einem Löffel ab, bis das Ghee goldgelb und klar ist.
  4. Stelle dir dein sauberes Einmachglas bereit und fülle die klare Gheemasse durch einen Kaffeefilter oder ein feines Teesieb um.
  5. Lasse das Ghee anschließend offen auskühlen, bis es fest geworden ist, und verschließe erst dann das Glas. Das fertige Ghee hat eine cremig-feste Konsistenz.

Wenn du Gerichte im Ofen zubereitest und dafür Fett brauchst, kannst du das Ghee ganz einfach im Wasserbad schmelzen und anschließend über dein Ofengemüse oder andere Gerichte geben. So verteilt es sich gleichmäßig und verleiht ein angenehm mildes Aroma.

Schreib mir gerne in die Kommentare, wie dir dein selbstgemachtes Ghee schmeckt und wie die Zubereitung für dich funktioniert hat.
Teile diesen Beitrag auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie eine einfache Alternative für ihre Küche entdecken können.

Von Herzen,

Maria